{"id":204,"date":"2022-04-26T17:11:42","date_gmt":"2022-04-26T15:11:42","guid":{"rendered":"http:\/\/drama-theater-paedagogik.aau.at\/?p=204"},"modified":"2022-04-26T17:13:09","modified_gmt":"2022-04-26T15:13:09","slug":"szenisches-schreiben-im-unterricht-thomas-richhardt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drama-theater-paedagogik.aau.at\/?p=204","title":{"rendered":"Szenisches Schreiben im Unterricht (Thomas RICHHARDT)"},"content":{"rendered":"<p>1.AutorIn: <em>Titel<\/em><\/p>\n<p>Richhardt, Thomas: <em>Szenisches Schreiben im Unterricht. Minidramen, Szenen, St\u00fccke selber schreiben. <\/em><\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Erscheinungsjahr, Verlag, Umfang, Zusatzmaterial, Medien, Preis, weitere Hinweise (z.B. Weblinks)<\/li>\n<\/ol>\n<p>1.Auflage 2011<em>. <\/em>Seelze: Klett\u2502Kallmeyer. 287 Seiten. Download-Materialen in Form von Arbeitsbl\u00e4ttern verf\u00fcgbar. Preis ca. 23\u20ac.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Zielgruppe<\/li>\n<\/ol>\n<p>Sch\u00fclerInnen aber auch au\u00dferschulische Gruppen ab 11 Jahren<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li>Schlagw\u00f6rter<\/li>\n<\/ol>\n<p>Theaterproduktion, Drama als Unterrichtsmethode, Sprachunterricht<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li>Inhalt<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Teil A:<\/strong> Verfahren des szenischen Schreibens (Ann\u00e4herung an die dramatische Form, Wege ins Schreiben, Szenenproduktion und St\u00fcckentwicklung, Wege zur Erprobung der Szenen, Reflexion anhand literarischer Texte). <strong>Teil B:<\/strong> Dramaturgie des Szenischen Schreibens im Unterricht (Dramaturgie des Verlaufs, des Ortes, der Personen).<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li>Anmerkungen zu Einsetzbarkeit, Vorz\u00fcge &amp; Schw\u00e4chen, summarische Bewertung<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der Autor des Werkes f\u00fchrt die LeserInnen durch sein auf eigener Durchf\u00fchrung basierendes Konzept zur prozessorientierten Szenen- und St\u00fcckproduktion. In f\u00fcnf Teilphasen sollen sich die Sch\u00fclerInnen der dramatischen Form nicht nur passiv ann\u00e4hern, sondern selbst einen Einblick in den Entstehungsprozess und die Theaterproduktion erhalten. Spielerisch sollen die Kennzeichen der dramatischen Form, die Entwicklung eines Konfliktes, der Figuren und fiktiven Welten bis hin zur Erarbeitung von Szenarien und Szenen \u00fcber das eigene Schreiben erlernt und erprobt werden. Erst anschlie\u00dfend wird ein Reflexionsprozess \u00fcber die Auseinandersetzung mit Fremdtexten angeregt. Der Fokus liegt sehr stark auf den eigenen Erfahrungen, der Autonomie und Selbstdetermination der Jugendlichen. Durch Vertrauensaufbau, das Aufstellen von klaren Regeln &#8211; sowohl f\u00fcr Sch\u00fclerInnen als auch Lehrperson -, wird ein Schutzraum geschaffen. Dort sollen authentische Schreibanl\u00e4sse, Sprach- und K\u00f6rperarbeit den Jugendlichen die M\u00f6glichkeit geben sich mit ihrer eigenen Sprache aber auch mit dem <em>Ich<\/em> gefahrlos auseinanderzusetzen. Ziel ist es von den traditionellen analytisch-interpretativen Methoden des Dramenunterrichts weg zu produktions- und handlungsorientierten Ans\u00e4tzen zu gelangen. Auch wenn der Schwerpunkt das Schreiben ist, reichen die Sozialformen von individuellen Auftr\u00e4gen \u00fcber Kleingruppen und enge Teamarbeit, \u00a0bis hin zum Kollektiv, wodurch auch die konstruktive und konfliktfreie Kommunikation und Empathie oft im Vordergrund stehen. Dramap\u00e4dagogische K\u00f6rper-, Stimm- und Improvisations\u00fcbungen sollen den spielerischen Zugang erm\u00f6glichen, Angst- und Hemmungen abbauen, als auch zwischendurch auflockern. So bieten kreative und innovative Methoden, die sehr oft an der eigenen Erfahrungswelt der Sch\u00fclerInnen ankn\u00fcpfen, immer wieder auch Raum f\u00fcr Spa\u00df, auch wenn das Zielprodukt trotzdem nicht au\u00dfer Acht gelassen wird.<\/p>\n<p>F\u00fcr die eigene Durchf\u00fchrung im schulischen Kontext aber auch im DaF\/DaZ-Bereich oder in einer Schreibwerkstatt, spricht einerseits die Menge an zur Verf\u00fcgung gestellten Arbeitsmaterialien &#8211; \u00dcbungsbeschreibungen, Fotos, Zitatsammlungen, Szenarien, Ausz\u00fcge aus Theaterst\u00fccken, Beispieltexte der Sch\u00fclerInnen -, als auch die Einblicke in die pers\u00f6nlichen Erfahrungen des Autors, sowie die pr\u00e4zisen und nachvollziehbaren theoretischen Erkl\u00e4rungen der Konzepte und Hintergrundideen. Die Phasen als auch ihre Teilschritte folgen als Ganzes betrachtet einer logischen Struktur, die sich durchaus selbst repetieren l\u00e4sst. Den bereits von Peter Elbow vertretenen Ansatz des expressiven Schreibens, des Sch\u00f6pfens aus der eigenen Erfahrung, ist nicht nur f\u00fcr Sch\u00fclerInnen sondern auch f\u00fcr andere LernerInnen ideal. Ebenso sollte das Vertrauen der Lehrperson in die F\u00e4higkeit der Sch\u00fclerinnen eigene Entscheidungen zu treffen, der Respekt ihnen selbst und ihren Texten gegen\u00fcber, sowie der bewusste Ausschluss von Kritik und Bewertung in manchen Phasen und der Mut zur Langsamkeit, dem Autor hoch angerechnet werden. Auch Problem werden aufgezeigt und durch L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten entsch\u00e4rft.<\/p>\n<p>Anzumerken ist jedoch, dass im Buch kein Wert auf gendergerechtes Formulieren gelegt wird und auch weniger Material f\u00fcr weibliche LernerInnen zur Verf\u00fcgung gestellt wird. Die fiktiven Dialoge als stilistisches Element wirken etwas unnat\u00fcrlich und die aus Theaterst\u00fccken abgeleiteten (Klassen-)Rollenmodelle f\u00fcr Au\u00dfenstehende schwer nachvollziehbar. \u00a0Ebenso wird leider die Zeit, die f\u00fcr die verschiedenen Phasen bzw. \u00dcbungen aufgewendet werden sollte, etwas unzureichend behandelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li>VerfasserIn der Rezension und Kontaktdetails<\/li>\n<\/ol>\n<p>Melanie Fleischhacker, Studentin und Mitarbeiterin des SchreibCenters an der AAU,<br \/>\nE-Mail: Melanie.Fleischhacker@aau.at<\/p>\n<ol start=\"8\">\n<li>Anlass<\/li>\n<\/ol>\n<p>AAU Klagenfurt, PS 520.663, Dramap\u00e4dagogik im Unterricht DaF\/DaZ, WS 2014\/15<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.AutorIn: Titel Richhardt, Thomas: Szenisches Schreiben im Unterricht. Minidramen, Szenen, St\u00fccke selber schreiben. 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