{"id":91,"date":"2016-09-30T14:52:18","date_gmt":"2016-09-30T12:52:18","guid":{"rendered":"https:\/\/dramatheaterschuleforschung.wordpress.com\/?p=91"},"modified":"2017-10-13T09:26:57","modified_gmt":"2017-10-13T07:26:57","slug":"theaterpaedagogik-gabriele-czerny","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drama-theater-paedagogik.aau.at\/?p=91","title":{"rendered":"Theaterp\u00e4dagogik (Gabriele CZERNY)"},"content":{"rendered":"<p style=\"padding-left: 30px;\">1.AutorIn: <em>Titel<\/em><\/p>\n<p>Czerny, Gabriele: <em>Theaterp\u00e4dagogik. Ein Ausbildungskonzept im Horizont personaler, \u00e4sthetischer und sozialer Dimension. Augsburger Studien zur Deutschdidaktik, Band 5 (Hrsg. Spinner, Kaspar)<\/em><!--more--><\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Erscheinungsjahr, Verlag, Umfang, Zusatzmaterial, Medien, Preis, weitere Hinweise (z.B. Weblinks)<\/li>\n<\/ol>\n<p>7., unver\u00e4nderte Auflage 2011. 1. Auflage 2004<em>. <\/em>Augsburg: Wi\u00dfner-Verlag. 288 Seiten. Keine weiteren Medien. Preis ca. 21,80 EUR. Homepage des Verlags: www.wissner.com<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Zielgruppe<\/li>\n<\/ol>\n<p>Studierende der Spiel-und Theaterp\u00e4dagogik, LehrerInnen, Arbeitende in Kinder-\/Jugendgruppen<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li>Schlagw\u00f6rter<\/li>\n<\/ol>\n<p>Drama als Unterrichtsmethode; Sprachunterricht; Theaterproduktion<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li>Inhalt<\/li>\n<\/ol>\n<p>\u00dcberblick \u00fcber aktuelle theaterp\u00e4dagogische Konzeptionen \u2013 Theoretische Grundannahmen \u2013 Auswertung der vorgestellten Konzeptionen als ein Beitrag zur \u00e4sthetischen Bildung \u2013 Theaterp\u00e4dagogische Konsequenzen (Selbstbildung \u2013 \u00c4sthetische Bildung \u2013 Soziale Bildung \u2013 Theaterspielmodell SAFARI) \u2013 Theaterpraxis: Entfaltung des SAFARI-Modells (S &gt; Stoff, A &gt; Auftakt, F &gt; Figur, A &gt; Aktion, R &gt; Reflexion, I &gt; Inszenierung) \u2013 Bedeutung des SAFARI-Modells in der schulischen Theaterpraxis<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li>Anmerkungen zu Einsetzbarkeit, Vorz\u00fcge &amp; Schw\u00e4chen, summarische Bewertung<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ein erstaunliches Buch. <em>Theaterp\u00e4dagogik<\/em> ist eine wissenschaftliche Arbeit, die man gerne und fl\u00fcssig lesen kann, weil sie in einer klaren, verst\u00e4ndlichen Sprache geschrieben ist.<\/p>\n<p>Am Anfang steht die Theorie. Czernys Arbeit beginnt mit der Vorstellung sechs aktueller theaterp\u00e4dagogischer Konzeptionen, deren Ans\u00e4tze sowohl f\u00fcr die schulische und au\u00dferschulische Bildung, als auch die Ausbildung von Theatersch\u00fclerInnen ma\u00dfgebend sind. Das Werk bietet einen aktuellen, umfassenden und spannenden \u00dcberblick auf komprimiertem Raum, der in weiterer Folge, unter der theoretischen Grundannahme des \u00e4sthetischen Aspektes, ausgewertet wird. Die theaterp\u00e4dagogischen Konsequenzen dieser Ergebnisse finden ihre Zusammenf\u00fchrung in der SAFARI, einem theaterdidaktischen Spielmodell f\u00fcr die Praxis. Ein wichtiges Ziel dieses theaterp\u00e4dagogischen Modells ist die Bildung und St\u00e4rkung der gesamten Pers\u00f6nlichkeit von Studierenden und Sch\u00fclerInnnen. Diese Bildungserfahrung wird durch die Teilhabe am theatralen Prozess erreicht, in dessen Mittelpunkt der\/die SpielerIn steht. In der ersten Stufe geht es um Selbstbildung. In der \u00e4sthetischen Bildung erlebt sich die SpielerIn auch als Figur und in weiterer Folge im Gruppengef\u00fcge (soziale Bildung).<\/p>\n<p>Nach der Theorie folgt der praxisbezogene Teil. In der SAFARI werden die theatralen Prozesse in einzelne Bausteine zerlegt, um die \u00e4sthetischen Erfahrungen beim Spielen sichtbar zu machen. Die methodisch-didaktische Erl\u00e4uterung geschieht auf sehr anschauliche und nachvollziehbare Weise. Jeder Baustein wird mit Hintergrundinformationen und Anmerkungen unterlegt. Ich m\u00f6chte nun kurz das SAFARI-Modell vorstellen. Das Akronym zeigt die einzelnen Arbeitsschritte, die Lernschritte, die die Theaterspielenden bewusst durchlaufen. Die SAFARI beginnt mit der Auswahl des Stoffes (S) als Grundlage f\u00fcr alle weiteren Schritte. An exemplarischen Beispielen beschreibt die Autorin dann den zweiten Baustein, den Auftakt (A), das Ankommen im K\u00f6rper, Raum und in der Gruppe. Dies bereitet auf die Figurenverk\u00f6rperung vor (F). Ein Baustein m\u00fcndet in den n\u00e4chsten. Es folgt die Aktion (A). F\u00fcr diese Phase stellt die Autorin Improvisations\u00fcbungen vor, aus denen sich dann die Szenen entwickeln. Reflexion hat eine zentrale Bedeutung in der SAFARI und findet in jeder Phase statt. Der Baustein \u201eR\u201c steht auch f\u00fcr Reflexion, meint hier aber Fragen der Dramaturgie, die Verkn\u00fcpfung einzelner Szenen, \u00dcberg\u00e4nge und den Einsatz von Musik und Licht. Die Inszenierung (I) ist dann die Zusammenf\u00fchrung der einzelnen Szenen zu einem St\u00fcck und die Pr\u00e4sentation vor Publikum.<\/p>\n<p>Aufgefallen ist mir, dass gendergerechtes Formulieren nicht immer zur Leseerschwernis beitragen muss. In dieser Arbeit wurde die weibliche Form mit dem Binnen-I, die die m\u00e4nnliche miteinschlie\u00dft, verwendet.<\/p>\n<p>Das SAFARI-Modell ist ein konkretes Modell f\u00fcr die theaterp\u00e4dagogische Praxis. Es ist in gewisser Weise eine Gebrauchsanweisung, eine \u201eSchritt-f\u00fcr-Schritt\u201c Anleitung, gew\u00fcrzt mit vielen praktischen \u00dcbungen, die eins zu eins oder aber variiert f\u00fcr den Unterricht oder die theaterp\u00e4dagogische au\u00dferschulische Arbeit \u00fcbernommen werden kann.<\/p>\n<p>Einzelne \u00dcbungen waren mir bekannt und ich hatte sie schon erprobt, sodass ich aus eigener Erfahrung ihre Durch-und Zielf\u00fchrung best\u00e4tigen kann.<\/p>\n<p><em>Theaterp\u00e4dagogik<\/em> ist ein wirklich empfehlenswertes Buch f\u00fcr alle an Theaterp\u00e4dagogik Interessierten, vor allem, weil es Theorie und Praxis in klar nachvollziehbarer Weise pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li>VerfasserIn der Rezension und Kontaktdetails<\/li>\n<\/ol>\n<p>Beate K\u00fchnel, Studierende an der Alpen-Adria Universit\u00e4t Klagenfurt. E-Mail: bkuehnel@edu.aau.at<\/p>\n<ol start=\"8\">\n<li>Anlass<\/li>\n<\/ol>\n<p>LV Dramap\u00e4dagogik, AAU Klagenfurt; WS 2014<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.AutorIn: Titel Czerny, Gabriele: Theaterp\u00e4dagogik. Ein Ausbildungskonzept im Horizont personaler, \u00e4sthetischer und sozialer Dimension. Augsburger Studien zur Deutschdidaktik, Band 5 (Hrsg. Spinner, Kaspar)<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[30],"tags":[9,12,14],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/drama-theater-paedagogik.aau.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/91"}],"collection":[{"href":"https:\/\/drama-theater-paedagogik.aau.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/drama-theater-paedagogik.aau.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/drama-theater-paedagogik.aau.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/drama-theater-paedagogik.aau.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=91"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/drama-theater-paedagogik.aau.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/91\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":140,"href":"https:\/\/drama-theater-paedagogik.aau.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/91\/revisions\/140"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/drama-theater-paedagogik.aau.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=91"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/drama-theater-paedagogik.aau.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=91"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/drama-theater-paedagogik.aau.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=91"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}